Ich will leben und lieben

„Lieber Anadi,

der aktuelle Brief von Robert Betz hat mich tief berührt.

Immer wieder macht das Leid so vieler Menschen auf der ganzen Welt mein Herz schwer, und  ich wage es kaum, mich an meinem Glück zu freuen.

In großer Dankbarkeit und mit Demut will ich „Ja“ sagen. „Ich will leben und lieben. Ich sage Ja zu meinem Leben, und ich vertraue in die Kraft und die Macht der Liebe.“

Ich will mich des Lebens freuen und für Andere da sein.

Ich danke dir, du lieber Freund, dass du da bist, dass du dich uns schenkst.

Es grüßt dich von Herzen

Ortrud 💕“

Freudig liebend bist du ein Segen für jeden, der dir begegnet.

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

in dieser Zeit glauben viele, man könne sich doch heute nicht mehr wirklich freuen, bei all dem, was auf der Welt gerade geschieht. Ohne es zu bemerken, haben sich viele Menschen gegen die Freude entschieden. Gehörst du vielleicht auch dazu? Falls ja, dann bitte ich dich ernsthaft, dir die Folgen dieser (meist unbewussten) Entscheidung vor Augen zu führen.

Freude ist neben der Liebe das Grundlebenselixier des Menschen. Das Leben selbst ist immer in purer Freudeschwingung. Wenn wir jetzt in die Natur schauen und sehen, in welcher Vielfalt und bunter Freudestimmung alles erblüht und summt, dann ist dies eine einzige Aufforderung, sich dieser Freude-Aufbruchsstimmung anzuschließen. Und das mit einem kraftvollen „Ja! Ich will leben. Und ich will lieben!“

Ich verkenne keineswegs, wie sehr viele Menschen im Moment leiden, ganz gleich unter welchen Verlusten oder Mangelerscheinungen. Am meisten leiden viele unter einem Mangel an Freude und bemerken nicht, dass das Fehlen der Freude auf ihrer eigenen Entscheidung beruht. So wie wahre Freude nie von außen kommt, sondern aus unserem Inneren als Folge unserer tiefsten Überzeugungen und Haltungen, so kommt auch das größte Leid immer von uns selbst. In jedem Fall sind und bleiben wir die Erschaffenden. Viele unter uns leiden an sich selbst. Ob sie nun an einer Krankheit leiden oder unter Einsamkeit und Depression, fast immer haben sie sich unbewusst abgeschnitten von ihrem eigenen Herzen, von der Liebe zu sich und zum Leben und von der herzlichen Verbindung zur Gemeinschaft mit anderen.

Gerade in diesen Zeiten, in denen viele ihr Gemüt in den Grauschleier ihrer trüben Gedanken eintauchen, brauchen wir die Rückbesinnung und Rückkehr zu wahrer, tief empfundener Lebensfreude. Jede der Milliarden Zellen unseres Körpers ‚hört‘ genau, wie groß dein „Ja, ich will leben und lieben!“ in dir ist. Und wenn sie ein „Nein! Ich will oder kann mich nicht mehr freuen“hören, dann sagt der Körper „Dann kann ich auch nicht mehr!“ und beginnt abzubauen.

Und auch allen, die am Leid anderer schwer tragen, rufe ich zu: „Dein Mitleiden schwächt deinen Nächsten. Deine Entscheidung gegen Lebensfreude zieht auch den anderen hinunter in den Keller der Depression und das Gefühl der Sinnlosigkeit. Um mit Mitgefühl anderen zur Seite zu stehen, die zurzeit leiden, braucht jeder von uns das freudige „Ja!“ zum eigenen Leben sowie das Vertrauen in die Kraft und Macht der Liebe, die jedem von uns innewohnt. 

Entscheide dich also bewusst für die Freude an und die Liebe zu deinem Leben, zu deinem Sein und Wirken in deinen Gemeinschaften. Denn freudig liebend bist du ein Segen für jeden, der dir begegnet.

 

Von Robert Theodor Betz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.