UM EINEN TISCH • EIN BRIEFWECHSEL

Am 12.01.2021 um 16:25 schrieb Christiane Leppert

Lieber Anadi,

zu unserem letzten Treffen im Talk möchte ich etwas sagen.

Unser Zusammensein war sehr bewegend und berührend, und so wunderbar es ist, dass wir uns auf diese Weise begegnen können, so habe ich diesmal doch besonders schmerzlich die Grenzen dieses Mediums gespürt. Es wäre so gut gewesen, wenn wir uns alle in einem Kreis gegenüber gesessen hätten.

Über Monate öffnest du den Raum für uns, lieber Anadi, und begleitest uns und wir uns alle in dieser Zeit des Wandels. So oft sprechen wir davon, wir kostbar dieser Prozess ist und wie köstlich die entstandene Nähe und Verbundenheit. Immer wieder tiefe Dankbarkeit dafür! Und so empfinde ich die Idee einer Woche in „Community“ als eine logische Folge dieses Prozesses. Ein schönes Vorhaben, für das ich mich sehr erwärmen kann, und sicher auch eine Herausforderung. Ich denke dabei auch an die lieblichen Tage in Galiläa, wir sitzen um den großen Tisch…

In Nürnberg liegt tiefer Schnee und meine Körperarbeit heute hieß:Schnee schippen. Hat gut getan.

Ich wünsche dir frohe und erfüllte Tage und freue mich aufs Wiedersehen.

Liebe Grüße und bis bald

Christiane

***

Liebe Christiane,

danke für deine Empfindungen. Ja dieser Prozess kann schmerzhaft sein und der versteckte Segen zeigt sich nicht immer von alleine, sondern will gesucht werden. Mein Tag heute ist begleitet von Gefühlen des Erstickens. Die Einschränkungen durch die behördlichen Maßnahmen machen sich gerade mit voller Wucht bemerkbar, obwohl ich es im Vergleich mit vielen anderen noch gut habe.

Also die Suche nach dem Segen darf geschehen, es kann ja auch gar nicht anders sein. Ich werde also nicht nachlassen, auch wenn mir manchmal, so wie heute, die Puste auszugehen scheint. Ich habe keinen Schnee geschippt, weil hier keiner ist, sondern habe einen langen Nachmittagsschlaf gemacht. Das hat gut getan. Und jetzt darf ich Dir schreiben und das ordnet meine Gedanken und Empfindungen und dafür bin ich sehr dankbar. 

Ich habe es schon ab und zu mal erwähnt: Die Online Sangha ist natürlich nicht die Form des Zusammenseins, die wir uns alle wünschen, aber zur Zeit ist sie das Beste, was wir haben, also lasst uns wachsam sein und sie weiter mit unserer Herzenskraft füllen. Diese Verstärkung und Verbindung braucht es gerade mehr denn je, auch damit wir tun können, was zu tun ist und endlich lassen können, was uns daran hindert.

Die Community-Wochen werden sein oder nicht sein, niemand vermag das gerade zu sagen, ich tue jedenfalls alles dafür, damit es möglich wird.

Ich wünsche Dir noch einen geruhsamen Abend.

In Liebe und Verbundenheit

Anadi

Lipopo

Der harte Seewind mit viel Regen zieht über den Norden.Dank meines E-Bikes habe ich allem getrotzt und bin den Böhen entgegengeradelt. Ist das nicht ein tolles Bild: der eiserne Ritter ( Don Quijote) kämpft gegen die Windmühlenflügel!!!!!! Auch das geht vorüber. Auch die Flügel der angstmachenden Kampanien werden erlahmen. Ich bin gespannt, was in uns bleibt, wenn die Bedrohungszenarien von Außen wegfallen???

Sonia Harel

Schalom und danke liebste Christiane und Anadi Achi für das wunderschöne Bild von Euch beiden, auch die Maske kann das Göttliche in Euch nicht verbergen. :) Was für ein Segen Ihr doch seid, da braucht man nicht mehr suchen. Ich kann mich noch gut an das letzte Abendmahl im Galilea erinnern liebste Christiane, wie gesegnet wir doch waren und auch noch sin, dass wir nach all dem was gerade in der Welt passiert unseren Kontakt noch fortsetzen können, auch wenn nicht physisch. So grossen vielen Dank dafür mein lieber Achi dass du uns diese Platform von Zusammensein ermöglichst, so ein Segen und Insch Allah mögen wir bald wieder mit viel Freude und Wohlsein an einem riesigen runden Tisch zusammen sitzen und mit den Engeln singen. Ich kann dein Gefühl des Erstickens so sehr nachfuühlen mein lieber Achi Anadi und ich wünsche Dir und uns allen, dass wir bald wieder frei atmen können. Hier bei uns im Land ist zur Zeit ein riesiges Chaos und die Ereignisse überschlagen sich von Tag zu Tag, wobei mir dabei immer totschlecht wird. Der Rhythmus und der Druck wird von Tag zu Tag mehr angeschraubt, wodurch ich sogar manchmal den Faden zu unserer Sangha verliere, was aber mein Gefühl zu Euch der Verbundenheit, Liebe und Dankbarkeit nicht stört. Ich freue mich schon sehr Euch bald wieder in unserer Zooooom Runde zu sehen. Schalom Schalom Sonia

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