????? Heartsangha - ULLA

Ein Weg ins Licht

Lieber Anadi,

durch Deine Anregung beim letzten Sanghatalk möchte ich hier teilen wie sehr der die Aufenthalte im Alexis Zorbas Zentrum mein Leben beeinflusst haben.

Im Jahr 2002, ein Jahr nach der Trennung meiner 16-jährigen Ehe, kam ich zum ersten Mal nach Arillas ins Alexis Zorbas Zentrum. Es war der Tipp einer Freundin, die meinte, dort könne ich gut alleine Urlaub machen und mich aufgehoben fühlen. In diesen zwei Wochen wurde eine Tür geöffnet, die sich nicht wieder geschlossen hat. Ohne ein Seminar mitzumachen konnte ich am Tagesprogramm teilnehmen, saß beim Essen mit offenen, lieben Menschen zusammen, lernte das damalige Team kennen und erfuhr, dass ich im wahrsten Sinne des Wortes mit „offenen Armen“ empfangen wurde.

Zum ersten Mal sang ich Mantras, erlebte die Dynamische Meditation, die Kundalini Meditation, die Meditation der vier Himmelsrichtungen und vieles mehr. Den Namen Osho und der Begriff Sannyasin hatte ich bisher nur von Ferne gehört. Beim Essen wurde sehr viel gelacht, obwohl es keine „Bla bla“-Gespräche gab. Jeder berichtete aber auch offen über sich und seine Befindlichkeiten. Im gleichen Jahr kam ich ein zweites Mal und wurde schon wie eine gute Bekannte aufgenommen.

Scheinbar sollte ich auf diesem Weg weiter gehen, denn durch Freunde erfuhr ich, dass in Darmstadt regelmäßig die Dynamische Meditation gemacht wurde, jeden Samstag morgen von 8:00 – 9:00 Uhr. Über diese Menschen fügten sich weitere Kontakte in diesem Bereich und ich tauchte für Jahre intensiv in Gruppenselbsterfahrung mit Körperarbeit, Transformation und Meditation ein. Unter anderem wurde ich durch eine intensive Zeit der Bearbeitung von posttraumatischen Belastungsstörungen geführt.

Und immer wieder Corfu mit lieben Menschen, Kennenlernen von weiteren Meditationen, Körperarbeit, wunderbares Chanten. Und dann, ich glaube ab 2011 das Bhakti Fest, danke lieber Anadi. Ich durfte mehr und mehr Herzöffnung erleben, mich selbst mehr und mehr wertschätzen. Für die Begleitung meines Sohnes durch schwierige Zeiten füllte sich mein Ressourcenköfferchen und meine Traute mich anderen Menschen anzuvertrauen.

Letztlich kam alles, was ich erfahren und lernen durfte auch meiner Arbeit mit Auszubildenden in der Altenpflege zugute. Ich hatte das Glück neben meiner Leitungsfunktion in den Lernbereichen „Musik und Bewegung mit alten Menschen“ und „Die eigene Gesundheit erhalten und fördern“ zu unterrichten. Die gesetzlichen Vorgaben ließen mir viel Spielraum und ich legte den Schwerpunkt auf das praktische Erleben und Erfahren. Von jedem Wochenendseminar, jeder Gruppe, jedem Bhakti Fest brachte ich neue Ideen mit, die ich mit den Auszubildenden umsetzte. Ob es um das Musizieren, thematische Bewegungsübungen, Körperselbsterfahrung, Yoga, „Nein“-Sagen, Grenzen setzen usw. ging, alles machten sie mit, oft zuerst mit Scheu, dann mit Staunen, meistens mit Freude und Berührtsein.

Seit 1 1/2  bin ich nach 47 Jahren beruflicher Tätigkeit in und um die Pflege im Ruhestand angekommen und bin sehr glücklich über die Zeit, die mir zur Verfügung steht und die mich auf meinem sprituellen Weg immer tiefer und weiter führt. Von der ersten großen neuen Tür, die sich 2002 in Arillas geöffnet hat sind immer wieder viele neue Türen aufgegangen und so wird es weitergehen bis meine Seele durch das Goldene Tor nach Hause zum Licht fliegen wird.

DANKE! DANKE! DANKE!

Herzensgrüße

Ulla

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