IM LICHT

IM LICHT • ein Essay von Anadi

„Wir müssen im Licht bleiben!“

Was es braucht in diesen Tagen, um eine wahre Veränderung herbeizuführen, ist unsere Verbindung zum Licht. Wir sind Menschen mit unserer individuellen Herkunft und Geschichte und es ist wichtig, dass wir der menschlichen Ebene mit allen Zweifeln und Ängsten immer Raum und Anerkennung geben, aber ohne darin zu versinken. Ein guter Weg ist es, Gefühle und Sorgen mit den Menschen zu teilen, die sie verstehen und bei sich behalten können. Das hat einen ganz einfachen und wichtigen Grund: So strahlen wir unsere eigene Unsicherheiten nicht aus und verstärken damit das unbewusste Feld, in dem sich so viele unsere Mitmenschen bewegen und dem sie mehr oder weniger ausgeliefert sind. Wir können das einfach nicht tun, denn wir tragen eine Verantwortung auf der spirituellen Ebene, die nie größer war. Sorgen, Ängste und Zweifel verursachen, dass wir uns energetisch zusammenziehen und sofort nach unten ziehen. Hier kommt die Sangha ins Spiel: Wir teilen auch diese Aspekte im sicheren Raum und legen sie somit auf den Altar, wo sie hingehören, und bewegen uns weiter. Bewegung: Jeder von uns weiß, was zu tun ist.

Der Kreis von Menschen, zu denen ich gehe, ist ein kleiner Kreis. Es ist ein Kreis, der mich und das, was mich bewegt, halten kann. Wenn ich außerhalb vom Kreis meiner vertrauten Lieben kommuniziere, hängen sich möglicherweise andere Menschen an meine Sorgen und Ängste und verstärken diese für sich und im kollektiven Feld, und damit wieder für mich, es entsteht der sogenannte Teufelskreis.

Deswegen fühle ich eine größere Verantwortung als jemals zuvor dafür zu sorgen, dass meine Verbindung zum Licht wirklich stark ist. Und andere daran zu erinnern, das gleiche zu tun: Aufzuwachen, Verbindung zu suchen, nicht träge und nachlässig zu sein, geerdet und so klar wie möglich in den neuen Tag zu gehen und für das einzustehen, was das Herz mir sagt, authentisch und ehrlich und kompromisslos, ganz so wie Durga, die den Tiger reitet.

Es ist die Auseinandersetzung von der Dunkelheit mit dem Licht. Und wir müssen uns eindeutig ins Licht stellen, wie es uns unsere liebste Schwester Anna gerade vormacht. So wie nie zuvor. Indem wir unsere Bewusstheit darauf richten, werden wir Teil des Lichts.

Die Gemeinschaft kann für viele verschieden Aspekte des Lebens ein Segen sein, dieser Aspekt scheint mir am wichtigsten sein, denn er ist ausgerichtet auf das Licht, das in den verschiedenen spirituellen Traditionen und Religionen unterschiedliche Namen hat, unterschiedlich beschrieben wird und in der Praxis eine andere Ausprägung haben mag, aber es ist immer die Erfüllung eines universellen Gesetzes, das uns ruft und tätig sein lässt.

Letztlich ist das Wort Licht direkt übersetzbar mit Liebe. Und wenn wir uns immer wieder gegenseitig daran erinnern, mehr zu lieben, dann um zur Liebe selbst zu werden, und wenn wir uns daran erinnern, uns ins Licht zu stellen, dann werden wir zum Licht.

In diesem Zusammenspiel gibt es kein „höher“ oder „tiefer“, wir bewegen uns auf einer gleichen Ebene, Hand in Hand, als ein Herz. Das ist wahre spirituelle Führung ohne Führer, die wahr werden kann, wenn wir uns zu diesem Weg bekennen.

Licht steht auch für Wahrheit, denn alles was falsch ist, im Sinne von: was mir nicht dienlich ist, fällt ab. Und der Wunsch, dass dies passiert, wird immer dringlicher und dringlicher. Jeder von uns wird hin und wieder abgelenkt, das gehört dazu, aber wir helfen uns dabei, auf dem Weg zu bleiben.

Was dabei hilft, ist eine tägliche Praxis, Sadhana. Die Frage danach mag für jeden eine andere Antwort bringen, entscheidend sind Hingabe und Verpflichtung. Es ist ein Wandlungsprozeß, der immer weniger Raum lässt für persönliches Drama. Alles wird leichter, auch das Schwere und Schwierige.

Corona mit seinen Auswirkungen zeigt uns so deutlich, worum es geht: so vieles, was uns individuell und kollektiv nicht mehr dienlich ist, kommt (der Göttin sei gedankt!) zum Vorschein und ich kann nicht mehr wegschauen und mich verstecken in der Gemütlichkeit, insbesondere im Umgang mit Mutter Erde (mir selbst): Unbestreitbar ist die Giftigkeit dessen, was einfach nicht mehr geht und was uns alle krank macht, und deswegen müssen wir unser Bewusstsein ändern, indem wir uns ins Licht stellen. Der freie Wille zum klaren Bekenntnis.

I AM LIGHT • IDIA ARIE

MARIA • EIN LICHTBILD VON LIPOPO FÜR DEINE MEDITATION

Anadi

Liebe Deva Jani, von Herzen Dank für Deine Worte. Was Du schreibst, kann ich fühlen und ich möchte Dich gerne zu unseren online 'Talks" einladen, bei denen wir an jedem Sonntag zusammenkommen und dabei teilen, was uns bewegt. Du bist sehr willkommen, probier's doch mal aus. Alles Liebe Anadi www.heartsangha.net/blog/heart-sangha-talks-online/

Inge schwarz

Lieber Anadi, so ein schöner Text. Beim lesen bin ich still geworden. ich habe nicht das Glück, in eine Sangha eingebunden zu sein. Fehlt mir enorm. Manchmal weiß ich nicht, wohin mit meiner Traurigkeit. Corona verstärkt das noch. Drum freu ich mich umso mehr über wenn ich Mails bekomme, die wirklich ans Herz gehen. Es ist ein manchmal harter Prozeß, aber "wunderbar". Liebe Grüße Inge schwarz (Deva Jani)

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