MIT DEM HERZEN HÖREN

 

Das Thema für Januar ist Hören mit dem Herzen.

 

Weniger denken, mehr fühlen.

Je mehr wir der inneren Stimme des Herzens vertrauen und weniger dem was anderes Stimmen einflüstern wollen, verändert sich unsere Wahrnehmung der Welt, sie wird weicher. Wir sind in einer Kultur aufgewachsen, die den Kopf über das Herz stellt und diese Hierarchie wirkt sich aus, in der materiellen, der geistigen und auch in der seelischen Welt. Wir hören tendenziell vom Hals aufwärts und was der Rest des Körpers sagen möchte, bleibt bei den meisten Angelegenheiten ungehört. Die ist eine Angewohnheit, die sich ins Unbewusste verlagert wie Laufen oder Atmen. Dabei haben wir durchaus Einfluss auf den Lauf der Dinge: Mit etwas Aufmerksamkeit können wir die Energie in unsere Herzen verlagern und dann hören und antworten wir von einer tieferen resonierenden Stelle.

Der Verstand hat die meisterhafte Eigenschaft, der Welt Ordnung und Struktur zu geben, mit Einteilungen und Kategorien, mit Planung und Strategien, und dafür können wir dankbar sein, weil es unser Überleben auf diesem Planeten ermöglicht. Es wird allerdings immer klarer, dass wir auch die Weisheit des Herzen brauchen, wenn wir nicht untergehen wollen in der Flut von Informationen, wahr, halbwahr, unwahr. Hören wir mit dem Herzen, entspannt sich der Verstand und er wird weicher und durchlässiger und wir sind in der Lage, die Verbundenheit hinter der vermeintlichen kategorischen Trennung wahrzunehmen, mit der wir das Leben organisieren. Wir beginnen zu verstehen, dass diese Verbundenheit ALLEM zugrunde liegt.

In der Sangha erkennen wir inzwischen, dass dies unsere wichtigste Aufgabe ist, die wir an dieser Stelle der menschlichen Geschichte zu erfüllen haben. Auch in der Communion und im Neujahrsretreat haben wir uns wieder die Zeit genommen, einander zuzuhören, ohne zu antworten, Kommentare abzugeben oder Lösungen anzubieten. Stattdessen atmen wir ins Herz und in den Bauch und hören zu und fühlen mit, ohne darüber nachzudenken oder das Vernommende gleich zu bewerten. Wenn wir dies tun, fällt es sehr schwer, Ratschläge zu erteilen. Und als Sprechende öffnen wir uns mehr, gehen tiefer und haben das Gefühl, wirklich verstanden zu sein. Und wenn wir dann gemeinsam Wärme, Mitgefühl und Verbundenheit empfinden, dann wissen wir, dass wir begonnen haben uns mit der Kraft des Herzens zu verbinden und eine neue Realität zeigt sich.
Versuch es doch mal mit einem Menschen, der dir nahe ist, die Wirkung ist wunderbar…

 

Möge was gesagt wird, mit Liebe gesprochen und mit Liebe empfangen werden“

 

HARI OM TAT SAT

Hari ist die Liebe.
Om ist der Kosmische Klang. Om steht für Einheit.
Tat heißt „Das“ . Die höchste göttliche Wirklichkeit steht hinter allem.
Sat ist die „Wahrheit“.

 

 

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