EIN BRIEF AN DIE FREUNDE*INNEN

Geliebte*r!

Vielen Dank für Deine Teilnahme an unserem ersten Treffen. Leben und Sterben, Krankheit und Gesundheit betreffen uns alle und das Thema war nicht das einfachste, aber es gab unserem Gespräch sofort viel Tiefe. Dafür bin ich dankbar. Ich kann sehen, dass jedes Mal, wenn Worte aus der Sprachlosigkeit unseres Herzens heraus gefunden werden, Aspekte offensichtlich werden, die bis dahin wenig Beachtung fanden – ein Prozess, lebendige Weisheit werden, zu lassen, die uns führt und der man vertrauen kann, damit sich die Wahrheit entfalten kann.

Das Suchen und Finden von Heilung ist der Grund für unsere Existenz in dieser Welt. Es ist kein linearer Prozess, wie sehr wir uns das auch wünschen mögen. Dieser Wunsch wird auch durch die Art und Weise verursacht, wie die Wissenschaft, insbesondere die Medizin im Westen, seit Jahrhunderten erforscht und praktiziert wird, wobei alternative alte Weisheiten vernachlässigt werden. Wir sind eingebettet in eine mehr oder weniger mechanistische Weltanschauung mit überwiegend materialistischen, allgegenwärtigen Systemen, die, und dies zeigt sich besonders in der gegenwärtigen Krise, unserer Menschlichkeit in all ihren Aspekten nicht gerecht werden. Die Konflikte, individuell, partnerschaftlich und kollektiv, verschärfen sich, machen uns nicht nur krank, sie töten uns und die gesamte Existenz auch auf lange Sicht und zeigen uns, wie wenig uns das von uns geschaffene System, dessen Teil wir alle sind, unterstützt, weil es uns die Lebensgrundlage zerstört.

Wir sind soziale Wesen, die Verbindung, Zusammenarbeit, Fürsorge, Berührung, Kontakt und Liebe brauchen wie die Luft zum Atmen, und die gegenwärtige Fragmentierung unseres Gemeinschaftslebens führt zu weiterem Leiden.

©Julian Baumann • Die Zeit

Die Online-Community kann unsere Bedürfnisse nicht wirklich befriedigen. Dennoch: Was sie wunderbar kann, ist unsere Verbindung vorerst am Leben zu erhalten und aufs Neue zu entfalten, während sie uns gleichzeitig daran erinnert, dass die Dinge  geändert werden müssen. Ich bin sicher, wir werden gemeinsam Wege finden, um diesen unbefriedigenden, aber offenbar notwendigen Zustand zu beenden. Wir stellen uns den Silberstreifen am Horizont vor und bitten um mehr Erkenntnis. Das ist der Anfang – die nächsten Schritte werden sich zeigen. Naturgemäß.

Hierzu noch ein Artikel aus der ZEIT:

WERDEN MENSCHEN OHNE BERÜHRUNG KRANK?

Nochmals vielen Dank, dass Du da bist. Ich freue mich sehr, wenn Du auch weiterhin Deine eigenen Gedanken, Gefühle und Weisheiten zum Segen aller beiträgst.


Indem wir vorwärts gehen, können wir uns gegenseitig helfen, individuell und gemeinsam die richtigen Entscheidungen zu treffen, um uns und diese schöne Welt zu heilen.

 

Bitte zögere nicht, mir darüber zu schreiben.

Und bleibe in Verbindung. Wir sehen uns dann am nächsten Sonntag wieder, diesmal um 20:00 Uhr.

In Liebe & Dankbarkeit
Anadi

 

DIE SEELE • von Khalil Gibran

… Der Gott der Götter schuf die Seele
und formte sie aus der Schönheit
Gab ihr die Milde einer Morgenbrise,
den süßen Duft der Blumen
und des Mondlichts sanfte Stille.
Er schenkte ihr den Kelch der Freude
und sprach zu ihr:
„Du sollst von diesem Kelch nur trinken,
wenn das Vergang‘ne du vergisst
und allem Künftigem entsagst.“
Und gab ihr auch den Kelch der Trauer,
indem er sprach:
„Trink daraus, damit der Sinn der Freude
du verstehen lernst.“

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THE SOUND OF ONE VOICE

Berührende Musik für Herz/Seele/Spirit von Ruth Moody und ihren Schwestern:

ONE VOICE

This is the sound of one voice
One spirit, one voice
The sound of one who makes a choice
This is the sound of one voice
This is the sound of one voice

This is the sound of voices two
The sound of me singing with you
Helping each other to make it through
This is the sound of voices two
This is the sound of voices two

This is the sound of voices three
Singing together in harmony
Surrendering to the mystery
This is the sound of voices three
This is the sound of voices three

This is the sound of all of us
Singing with love and the will to trust
Leave the rest behind it will turn to dust
This is the sound of all of us
This is the sound of all of us

This is the sound of one voice
One people, one voice
A song for every one of us
This is the sound of one voice
This is the sound of one voice

Lipopo

Lieber Anadi, liebe Sanghaschwestern und Brüder! Es tut gut, im Herzen immer wieder den Sangharaum zu öffnen und in die gemeinsame Liebe zu gehen. Ich fühle sie sehr lebendig in meinem Herzlotus. Es ist wahrlich eine besondere Zeit. Durch das Fehlen der direkten Berührung wächst um so deutlicher die „Innere Berührung“ Danke danke danke! Wir haben bei uns im Garten eine Sonnwende Nacht zelebriert mit singen, Gedichten und übers Feuer hüpfen und der Dionisos war auch dabei. Diese Nacht eine besondere Stimmung und Energie. Sie hat noch weiteres Tor zum Himmel geöffnet! Ich freue mich, Euch zu wissen, Lipopo

Anadi

Danke liebe Sissy, aus der Tiefe kommt die Botschaft. DAS GANZE LEBEN WIRD ZUM GEBET... WIR SIND DAS GEBET... OM NAMAH SHIVAYA

Monika Schnickmann

Liebe Sissy, herzlichen Dank für Deine Worte und für das Zitat von Brad Lamley, die gerade Mitten im Herzen gelandet sind. Alles, alles Liebe, bis bald!

Sissy

Lieber Anadi, liebe Sangha, auch wenn ich am Sonnag nicht dabei war, so fühle ich mich durch Deinen liebevollen Brief gleich wieder abgeholt und mitgenommen,danke Dir sehr herzlich dafür.Diese Verbindung, das Teilen und das Gebet sind für mich wie eine leuchtende Regenbogenbrücke, hinweg über dieses ganze kranke System und hin zur Heilung auf Herzebene, der Basis, von der aus sie auch nur stattfinden kann. "Wir tendieren dazu, zu glauben, dass der Zweck des Gebetes sein könnte,eine Krankheit zu beenden. Aber wir vergessen,dass der Zweck einer Krankheit auch sein könnte, das Gebet - oder allgemeiner gesagt -EIN BEWUSSTSEIN DES UNENDLICHEN - beginnen zu lassen." (Brad Lamley))

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