Lipopo

Meine liebe Sangha Schwestern und Brüder,

Ihr seid die Öffner meiner Tore hinein in den „Himmel“.

Meine Entscheidung und Bereitschaft für die sich öffnende Türe, sie wahrzunehmen und hindurchzugehen, ist die Vorraussetzung in mir, für die ich verantwortlich bin.

Das Geschehen in der Begegnung wird mir, wird uns geschenkt. Es ist die Gnade des Augenblicks.

Eigentlich sind es Weihnachtsgeschehen: Wie lange gehe ich schwanger mit der Sehnsucht nach dem Licht und der Liebe. Durch wie viele Nächte der Dunkelheit gehe ich auf der Suche nach der Liebe, sie in all meines Nichtwissens in mir tragend. Das treue Esulein, das Maria nach Betlehelm trug, trägt auch mich, bis ich den armen Stall gefunden habe mit der Krippe aus Stroh. Wenn ich mich ganz arm gemacht habe, kann das Lichtkind geboren werden, gebettet auf Heu und Stroh zwischen Ochs und Esulein. Mich rührt diese Geschichte immer wieder neu an, sie öffnet immer wieder mein Herz. Das Leben hat mich immer wieder ganz „arm“ werden lassen. Jetzt gerade wieder in der Begleitung von Anna. Wir erfahren in ihrer Hingabe, in ihrer bedingungslosen Bereitschaft alles, was sie herausfordert und quält, anzunehmen, in ihrer unbeirrten Ausrichtung auf das Licht und die Liebe bis zum Moment des Sterbens. All dies lässt uns Begleiter demütig werden, macht uns „arm“ und wehrlos gegenüber dem Geschehen.

Und es ist das Tor der Liebe immer weiter aufgesprungen. Wir werden überwältigt und überschüttet mit Licht und Liebe. Und das, was geschieht, bleibt für immer. Anadi sagt dazu: es ist nicht wieder rückgängig zu machen!

In Liebe

Lipopo

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