Magdalena

Mein Türöffner : „Lichterfest“

Ich habe in diesem Herbst beim Durchschauen von alten Kisten etwas gefunden, dass mich sehr berührt hat.
Es war ein Adventskalender, den mir meine Mutter gemacht hatte, als ich etwa sieben Jahre alt war.
Für jeden Tag eine DIN A4 Seite, mit Geschriebenem, mit Bildern und ich glaube, es gab immer noch ein kleines Geschenk.
Ich hatte ihn völlig vergessen. Ich möchte heute hier teilen was auf dem ersten Türchen stand, denn diese Worte machen mir meinen Bezug zur Adventszeit und Weihnachten deutlich, sie machen mir bewusst, warum ich diese Zeit so sehr mag und vor allem auch warum ich sie gerne zelebriere.

Ich danke meiner Mutter von Herzen, dass sie mir so einen Bezug zu dieser Zeit geschaffen hat, der tief in meinem Herzen verankert ist, und der Jahr für Jahr zur Weihnachtszeit lebendig wird.

„Liebe Magdalena,
Der Dezember ist der letzte Monat im Jahr – und der dunkelste. Die Sonne macht einen ganz flachen Bogen am Himmel und so werden die Tage immer kürzer und die Nächte immer länger. Und wenn es dunkel wird, müssen wir immer mehr Lichter anzünden – stimmt`s? An jedem Sonntag in der Adventszeit wird am Adventskranz eine Kerze mehr angezündet, erst eine, dann zwei, dann drei, dann vier (da gibt`s doch ein Gedicht…)
An diesem Tag ist Christkindtag und drei Tage vorher Sonnenwendtag, von da wird der Bogen, den die Sonne am Himmel geht, wieder größer, ganz langsam zwar, aber stetig und die Tage werden ganz langsam auch wieder länger. Auch in unsere Herzen versuchen wir in der dunklen Adventszeit immer mehr Licht hinein zu bringen, so als ob wir immer mehr Kerzen darin anzünden wollten, bis am Heiligen Abend, wenn das Christkind geboren wird auch das Licht ganz stark ist. Dieses Licht feiern wir dann mit der Geburt des Christkindes und aus Freude über dieses große Licht beschenken wir uns gegenseitig.
Und wer weiß – ob uns das Christkind zum Lichterfest auch was schenkt…?“

Seit vielen Jahren ist für mich ganz klar, dass wir zu Weihnachten, mit der Geburt des Christkindes, die Wiedergeburt des Lichtes feiern.
Das stand nie in Frage und das konnte ich allen immer aus tiefstem Herzen so sagen, wenn sie mich fragten, was Weihnachten für mich bedeutet.

Ich bin nicht wirklich eng verbunden mit den christlichen Traditionen aufgewachsen, doch diesen Blick auf Weihnachten, eingebettet in eine Feier des Lichtes, hat mir immer einen ganz leichten Zugang verschafft zu der Geburt des Christkindes.

Ich glaube, dass mich die Geschichte mit der Wiedergeburt des Lichtes auch so sehr berührt, weil sie nach meinem Gefühl noch viel weiter zurück geht als jede Tradition, denn das Licht wird schon geboren, seitdem Menschen gedenken können.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein strahlendes, lichtvolles, beschenktes, dankbares und gesegnet Fest mit freudigem Herzen!

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