Lipopo

Wie will ich leben?
Wie wollen Wir leben?

„Aus dem Ich wird immer mehr ein WIR!“ Dieser Satz ist ein Vermächtnis unserer lieben Sanghaschwester Anna Shankara. Ihre Gedanken kamen immer wieder auf das Wir. Es sei unsere Aufgabe in das Wir hineinzuwachsen, es zu kreieren, ihm Raum zu geben. Sie hat versucht ES mit ihren Mitteln einzuleiten und zu verwirklichen. Sie fühlte sich berufen zu diesem Ruf.
Anadi und ich kreisen in unseren Gesprächen um diese Fragen: Wie wollen wir leben? Und wir geben auf unsere Art hier dieser Frage Raum auf unseren Spaziergängen, beim Essen und immer wieder beim einfachen Zusammensein.
Wir geben uns den Raum zu sprechen und zu hören. So wollen wir gerade leben und geben diesem Gemeinsamen Sein Fluss, Raum und Zeit:

Hineinhören, Sprechen, Loslassen, Wiederaufgreifen, Neubetrachten, wieder Hineinhören… Fragen…

So bewegen wir uns achtsam auf dem „Weißen Blatt“. Es entstehen erste Spuren und Tupfer. Und dabei ist heute aus der Leere das Wort Berufung aufgetaucht.

Was bedeutet es: Folge deinem Ruf! Wem folge ich in mir? Was leitet mich? Wo finde ich meine innere Orientierung?

Die Jünger Christi sind nicht zufällig zusammengekommen, sondern der Meister hat sie berufen — Anna fühlte den inneren Ruf von Joshua und sie hat Alles diesem Ruf untergeordnet.

Und nun will ich den Sprung zur „Sangha“ tun.

Was ist der Ruf, der uns immer wieder neu die Sangha bilden lässt?

Was ist die tiefste Sehnsucht, der tiefste Ruf unserer Seelen?

Wir singen: Om Namah Shivaya.

Wir rufen aus den tiefsten Gründen unserer Herzen das Unendliche, das Ewige.

Das ist unsere Berufung? ES ruft uns und wir sind zusammen mit dem liebevollen Rufer Anadi, das WIR zu realisieren, zu erfahren und in neuen Schritten zu leben.

Hier in Anna’s Wohnung, dem Energiefeld, das sie uns hinterlassen hat, sind schon einige WIR geschehen als Energiequelle für die größere Sangha.

Möge dieser Raum sich weiter öffnen und entfalten!!!

🙏

Om Namah Shivaya

Maggy

Liebster Li, deine Zeilen haben mich inspiriert und eingeladen die Frage an mein Herz zu stellen was mich ruft. Und da kam: Mich ruft die Natur, Mutter Erde, Gaia! Es kamen sehr kraftvolle Bilder! Ich habe mich oben auf den Bergen gesehen, in der wilden Natur. Ich spüre meinen Atem, meine Aufrichtung, meinen klaren Blick. Ich spüre meine Flügel, wie sie sich entfalten und welche ungezügelte Kraft in ihnen steckt. Ich spüre meine vier Pfoten und mein Schnauze ganz dicht am Boden. Ich spüre so viel Kraft, wild, unbändig, ungezügelt. Ich höre mich brüllen aus der tiefsten Tiefe in mir. Pure Präsenz, archaisch. So viel Kraft. Ein Kreis von Menschen, sie stehen mit den Rücken einander zugewandt, Schulter an Schulter, der Blick geht nach außen, eine große Kraft in der Mitte des Kreises, den Rücken stärkend. Dann Begegnung, einander mit wilden, klaren, wachen, aufrichtigen Blicken begegnen. Einander die eigene Kraft spüren lassen. Fauchen, einander umkreisen, sich aneinander reiben, Gewicht abgeben, Druck der Körper aneinander spüren. Pur. Angebunden an die Erde, an die Elemente! Eins sein. Kein zurück schrecken, da bleiben angesichts dieser ungezügelten Kraft und Energie. So viel Kraft in mir, so viel Kraft in meinem Gegenüber. Einander darin sehen und gesehen werden. Ich will mich mit dieser Kraft in mir mehr verbinden, sie leben lassen, sie Ausdruck finden lassen. Und dann kommt der Bogen zu Sangha. Geht das in diesem Raum? Ist diese Kraft, ist die Wildheit Willkommen? Was ist wenn ich nicht immer freundlich bin, dafür authentisch, aufrichtig, klar. Wenn ich fauche und knurre. Wenn der Alder in mir mit seinen Schwingen schlägt, wenn die Wolfsfrau lebendig wird. Was dann? Ich spüre so große Sehnsucht diese Anteile zu leben. Und ich habe großen Respekt davor, auch Angst...Angst vor dieser großen Kraft die ich da in mir spüre, die leben will. Kennt ihr das auch?

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