Sissy

Liebe Sangha,

heute habe ich die Absage des Winterfests erhalten und war zunächst sehr enttäuscht. „Kein Wunder“, dachte ich resigniert, „es hagelt ja gerade mal wieder überall Absagen und Stornierungen.“

Aber schon bald nahm ich in Dankbarkeit wahr, wie sich in diese traurigen Gedanken mein (erstaunlicherweise) immer noch unerschütterliches Gefühl einmischte, dass wir diese schwierige Zeit nicht umsonst durchleben, und dass bald vieles besser werden wird. Ja, vielleicht sogar besser als
je zuvor.

In mir selber hat sich in den letzten Wochen das Erleben der kleinen Momente, für die ich dankbar sein darf, sehr intensiviert.

Vor kurzem hat mir z. B. ein Verkäufer an der Tankstelle mit sonnigem Lächeln (hinter seiner Maske..) 11 Cent Wechselgeld geschenkt und dazu gesagt : “ Die sollen Ihnen nun 11 Tage Glück bescheren“ – für diese warmherzige Geste habe ich ihn innerlich umarmt! – Momente wie diese zeigen mir, dass weiterhin viel Licht in und um uns lebt, auch in dieser vermeintlich dunklen Zeit.

Sterne entstehen im Nebel...

Die Astronomin Helen Hogg beschreibt über die Entstehung von Sternen:

„Auch die leuchtendsten Exemplare entstehen zunächst im kosmischen Nebel. Es dauert sehr lange, bis wir sie endlich sehen können. Aber bis dahin sind sie lange schon da“

Gott-sei-Dank kann ich dieses “ Funkeln im Nebel“ immer wieder aufblitzen fühlen.

Es zeigt sich mir ebenfalls, wenn wir uns in der Sangha Gemeinschaft begegnen und gegenseitig stärken – da haben wir ja über alle äusseren Reglementierungen hinweg unsere inneren Ebenen. Auch dafür werde ich jeden Tag dankbarer.
In diesem Sinne: Auf bald!!!

Eure Sissy ❤️

 

Lipopo

Du hast recht liebe Sissy, in den Nebeln in uns, dort wo wir im Ungefähren fühlen, in der vorausahnenden Unruhe spüren - manchmal bis zur Unerträglichkeit heftig - dort bilden sich in uns die neuen Galaxien. Und wenn sie sich zeigen, erkennen wir sie oft nur widerwillig, da wir noch im Alten hängen...

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