Stephanie

Von Verzweiflung zu Dankbarkeit

Die letzten Monate waren für mich eine meiner härtesten Zeiten seit langem, da ich bemerkte, dass ich nicht mehr selbstbestimmt leben konnte. Es wurde mir von Außen etwas aufgezwungen, womit ich nichts zu tun hatte – so dachte ich.

Begonnen hat es an meinem Arbeitsplatz, dass ich als gesunder Mensch nicht mehr alleine entscheiden durfte, wie ich zur Arbeit gehen darf. Von allen Seiten wurde ich mit Angst konfrontiert – belächelt für meinen anders denkenden Weg – bis hin zu aggressiven Handlungen und Vorwürfen, dass ich mich nicht solidarisch der Allgemeinheit gegenüber verhalten würde und meine Mitmenschen gefährde.

Wie kann das sein, dachte ich mir, dass ich als gesunder Mensch eine Gefahr für die anderen bin?

Die Schlinge am Arbeitsplatz wurde enger gezogen – im Privaten haben sich auch Menschen von mir abgewandt, und ich fühlte mich plötzlich komplett alleine auf diesem Planeten und konnte diese „Ungerechtigkeit“ nicht mehr verwalten. Mit anderen Worten, ich stand kurz vor einer Depression.

Mein fröhliches Wesen war verschwunden und große Angst übermannte mich. Und dann erinnerte ich mich an Anna und die Engel  und nahm seit langem mal wieder Kontakt zu ihnen auf und bekam sofort Hilfe. Ich habe dann meine Haltung zu dem Ganzen geändert…  bin in die Liebe und mein Herz gegangen und habe plötzlich ein Gottvertrauen erfahren, was mich wieder hat klar sehen lassen und mich ins Leben zurück holte und mich seitdem zufriedener sein lässt, bis hin zu glücklichen Momenten.

Nun lasse ich die Anderen mit ihren Ansichten und hoffe auf eine Zeit, wo ich auch wieder frei meine Ansichten vertreten darf. Bis dahin suche ich mir meine Nischen, in denen ich Kraft sammele und freue mich über unsere Sangha bis hin zu meinen Herzensangelegenheiten, von denen ich glücklicherweise noch genügend in meinem Leben habe.

Was für eine verrückte und herausfordernde Zeit für uns alle! Mit offenen Herzen schaffen wir das gemeinsam.

Mit vorweihnachtlichen Grüßen
Eure Stephanie ❤️

Wer seines Lebens viele Widersinne

Wer seines Lebens viele Widersinne
versöhnt und dankbar in ein Sinnbild fasst,
der drängt
die Lärmenden aus dem Palast,
wird anders festlich, und du bist der Gast,
den er an sanften Abenden empfängt.

Du bist der Zweite seiner Einsamkeit,
die ruhige Mitte seinen Monologen;
und jeder Kreis, um dich gezogen,
spannt ihm den Zirkel aus der Zeit.

Rainer Maria Rilke
Berlin-Schmargendorf 1899

Lipopo

Oh liebe Stephanie! Deine Geschichte geht direkt ins Herz. Welch grosse Herausforderungen branden an dich heran und wie tapfer und mutig stellst du dich! Ich habe großen Respekt vor dir und deinem Weg.

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